Geschichte des Monats – Juli: Das Hundetagebuch

Das Hundetagebuch von Mufaza Fatima Hallo! Ich bin Bello und schreibe dieses Buch. Falls ihr Menschen „Hundisch“ sprechen und mich somit verstehen könnt, werdet ihr erfahren, wie wir Hunde leben. Also, ich erzähle euch jetzt erst einmal, wie mein Tag gewöhnlich verläuft: Ich wache normalerweise vor meinem Herrchen auf und wecke ihn, damit ich aufs Klo gehen kann. Aber was ich überhaupt nicht verstehe, ist, warum mein Besitzer sein „Geschäft“ nicht auch draußen erledigt. Wir gehen, nachdem ich das Ganze abgeschlossen habe, gemeinsam wieder nach Hause und frühstücken. Ich finde es allerdings voll unfair, dass mein Besitzer so leckeres Essen isst und ich nur irgendetwas Komisches bekomme. Nach dem Frühstück spielen wir ein bisschen im Garten. Doch was ich auch nicht verstehe, ist, warum mein Herrchen etwas weit wegwirft und ich es dann wieder holen muss. Ich bin doch nicht sein Diener! Mittags essen wir wieder und ich bekomme wieder irgendeinen Eintopf im Hundenapf, während er etwas Leckeres verspeist. Das ist doch unfair!...
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Laura B. – Der rote Rubin

Autorin: Laura B., 11 Jahre (Alter zum Zeitpunkt der Texterstellung) Dieser Text entstand in der Krimi-Schreibwerkstatt 2021 am Gymnasium Seligenthal Landshut unter der fachlichen Leitung von Gitta Gritzmann (Kinder lesen und schreiben für Kinder e.V.). Lauras Text erscheint dieses Jahr im Rahmen des Kinder-Kultur-Sommers 2021 unter kiks-festival.online und wurde hierfür extra neu vertont (siehe unten).   Der rote Rubin: Sergeant McHouseys Fall „Weg! Weg! Er ist weg! Er wurde gestohlen!“, schrie der Leiter des Regensburger Museums, Gerhard Brunner, erschrocken. Er hatte seinen morgendlichen Rundgang durch das Museum gemacht, als er entsetzt entdeckte, dass die Vitrine des wertvollen und sehr alten, roten Rubins leer und zerbrochen auf dem Boden lag. Sofort rief Herr Brunner die Polizei an. Kurze Zeit später hielt schon ein Streifenwagen vor dem Gebäude. Der besorgte Museumsleiter wartete aufgeregt vor dem Eingang. Ein großer, schlanker Mann mit leuchtend grünen Augen, einer Brille, einem grauen Filzhut und einem braunen Mantel stieg aus dem Polizeiauto. Es war der bekannte Sergeant Liam McHousey. Er war Schotte,...
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Audiothek

Audiothek

Willkommen in unserer neuen Audiothek. Hier findet ihr einige ausgewählte Geschichten aus unseren Schreibwerkstätten, die in Zusammenarbeit mit diversen Kooperationspartnern vertont wurden.Wir wünschen euch damit viel Freude und ein entspanntes Zuhören!(Die Audiothek befindet sich zur Zeit noch im Aufbau.)- Audiofile z.Z. in Bearbeitung -Laura B. - Der rote Rubin: Sergeant McHouseys FallSprecher: Alexander Nadler Johanna K. - Platon und ichSprecher: Alexander Nadler "Geschichten des Monats"Autoren: Moritz G. - Die Stadt der Masken Johanna S. - Klavier und Seife Nadezhda D. ...
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Geschichte des Monats – Juni: Eine Geschichte wie im Film

Geschichte des Monats – Juni: Eine Geschichte wie im Film

Geschichte des Monats: Eine Geschichte wie im Film von Nadezhda D., 16 Jahre (Alter zur Zeit der Texterstellung) Ich rannte und rannte. So schnell ich konnte. Hatte ich sie abgehängt oder waren sie immer noch hinter mir her? Ich bog in eine abgelegene Seitenstraße ab. Es handelte sich um eine Sackgasse. Kein Ausweg. Was mache ich jetzt bloß? Jetzt haben sie mich. Aus dem Gebäude nebenan hörte ich Stimmen, die immer lauter wurden. Ich zuckte zusammen und suchte schnell nach einem Versteck. Da - ein alter, zerfledderter Karton. Ich machte mich so klein, wie es nur ging. Ich zitterte vor Angst. Jemand riss eine Tür auf. Vermutlich die Hintertür des Restaurants, das mir durch sein grellleuchtendes Namensschild aufgefallen war. “Susi & Strolch” hieß das Restaurant. Wie kitschig, habe ich mir beim Vorbeilaufen gedacht.Schritte waren zu hören und sie kamen in meine Richtung. Mein Atem verlangsamte sich. Es ist so weit, gleich komme ich wieder in den schrecklichen Käfig. Jemand kniete sich vor den...
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Geschichte des Monats – Mai: Klavier und Seife

Geschichte des Monats – Mai: Klavier und Seife

Der hier veröffentlichte Originaltext von Johanna “Klavier und Seife” erscheint in einfacherer Sprache auch in der Printausgabe vom Mai 2021 auf der Kinder- und Jugendseite (Seite 9) von ArrivalNews und wurde von Verena Solleder illustriert und um ein Zahlenrätsel ergänzt. Der gekürzte Text ist auf https://www.arrivalnews.de verfügbar. Ihr könnt Euch den Text sogar vorlesen lassen: https://soundcloud.com/arrivalnews   Illustratorin: Verena Solleder Geschichte des Monats: Klavier und Seife von Johanna S., 12 Jahre (Alter zur Zeit der Texterstellung) Die Äste knarzten. Der Regen prasselte auf die Blätter. Der Wind pfiff durch die Bäume. Im ganzen Wald stürmte es gewaltig. Jennifer sah es vor sich, als würde sie selbst in diesem Sturm stehen. Sie fühlte die Kälte, hörte den Wind und schmeckte den Regen. Jennifer war sehr vertieft in das Klavierspiel. Sie spürte auch die Tasten unter ihren Fingern: leicht und zart wie ein Blatt, das zu Boden segelt. Oder laut und hart wie ein Donner. Sie merkte nicht, dass ihre Mutter ins Wohnzimmer kam. Sie merkte es erst, als sie...
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Geschichte des Monats – April: Die Reise durch die Stadt der Masken

Geschichte des Monats – April: Die Reise durch die Stadt der Masken

Der hier veröffentlichte Originaltext von Moritz "Die Reise durch die Stadt der Masken" erscheint in einfacherer Sprache auch in der Printausgabe vom April 2021 auf der Kinder- und Jugendseite (Seite 9) von ArrivalNews und wurde von Nadja Rathjen illustriert und um Rätselfragen zum Text ergänzt. Außerdem ist er auf https://www.arrivalnews.de verfügbar. Ihr könnt Euch den Text sogar vorlesen lassen: https://soundcloud.com/arrivalnews Geschichte des Monats: Die Reise durch die Stadt der Masken Grelles Licht durchflutete meine Augenlider. Langsam öffnete ich meine Augen und nun setzten auch meine anderen Sinne wieder ein. Ich hörte das Brummen einiger Maschinen und hatte den Geruch von Desinfektionsmittel in der Nase. Nun wusste ich auch, wo ich war. Aber wie war ich ins Krankenhaus gekommen? Wage erinnerte ich mich, dass ich mit dem Motorrad unterwegs gewesen war. Und dann? Ich richtete meinen Blick aus dem Fenster und sah den Regentropfen zu, wie sie langsam an der Fensterscheibe hinabglitten. Da fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Die Straße war...
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Johanna K. – Platon und ich

Johanna hat mit 12 Jahren schon einige Geschichten geschrieben. Im Februar 2016 erhielt sie den 1. Preis in der Kategorie Jahrgangsstufe 5 beim "Fantastischen Schreibwettbewerb" der Internationalen Jugendbibliothek (IJB) in München für ihre berührende Geschichte mit dem Titel "Slonazka".Ihre neue Geschichte, entstanden in unserer Februar-Schreibwerkstatt 2018 im Münchner Künstlerhaus, heißt "Platon und ich" und wurde im Juni 2018 im halbjährlich erscheinenden Mietermagazin der GBW veröffentlicht. Bei uns könnt ihr sie schon vorab lesen. Viel Spaß!  Johannas Text erscheint dieses Jahr im Rahmen des Kinder-Kultur-Sommers 2021 unter kiks-festival.online und wurde hierfür extra neu vertont (siehe unten). Platon und ich Eigentlich ist das hier eine Höhle. Dunkel. Geheimnisvoll. Dinge sind hier passiert. Das weiß ich. Leute haben erzählt und aufgeschrieben, aber ich glaube ihnen nicht. Wenn hier nichts passiert wäre, dann wäre mir nicht so kalt. Eine Höhle ist eine Höhle, weil etwas passiert ist. Da war Wasser. Und Fesseln. Wie bei Platon. Nur dass bei Platon alle Menschen in der Höhle sind. Hier...
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Hinweis:

Wir möchten ausdrücklich darauf hinweisen, dass die hier veröffentlichten Texte und Bilder dem Urheberrecht unterliegen. Nachdruck und Reproduktionen (auch auszugsweise) in jeder möglichen Form (Druck, Fotokopie oder anderes Verfahren) sowie die Speicherung, Verarbeitung, Vervielfältigung und Verbreitung jeglicher Art, gesamt oder auszugsweise, sind ohne ausdrückliche schriftliche Genehmigung durch unseren Verein untersagt. Alle Rechte vorbehalten. ...
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Lyrik

Begegnung  Das Bild im Blick, auf Augenhöhe, Farben und Klänge erfüllen den Raum. Strukturen erheben sich, Bilder werden klar, Erinnerungen und Gefühle führen mich, auf dem Teppich, über Brücken, zum Bazar der Welten. Ich sehe mich um, höre Klänge, entdecke das Bild; rot und schwarz, mein Gegenüber, mitten im Augenblick.  Text: Gitta Gritzmann Zur Vernissage Begegnung  von Peter Grochol und  Angelika Paschmann in der Stilgalerie, Wien am  17.01.2018 ...
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Alexandra – Die farblose Stadt

Die farblose Stadt von Alexandra F. Kein einziges Geräusch, nur das Rauschen des Flusses. Wie ein dunkler Schatten husche ich leise durch die Straßen und Häuserschluchten, vorbei an den grünen Parkanlagen, den farbigen Vorgärten und dem Kanal mit dem trüben, kalten Wasser. Von Haus zu Haus, von Blume zu Blume, von bunt… zu grau. „Wer heute, Montag, dem 8. Juni, durch Almeres Viertel ‚Alter Hof‘ läuft, wird etwas Merkwürdiges sehen. Über Nacht sind dort alle Farben verschwunden. Wir sind sehr betroffen, denn der ‚Alte Hof‘ war eines der buntes…“, berichtete der Radiosprecher gerade mit ernster Stimme. Erschrocken sah ich meinen 20 Jahre alten Bruder Felix an. „Wieso schaust du denn so eigenartig?“, brachte ich stockend hervor. Schlagartig verfinsterte sich sein Gesicht und seine kalten, eisblauen Augen starrten mich an. „Was geht dich das an, Pia?“, fragte er mich noch mürrisch, dann drehte er sich um und rannte in sein Zimmer. Mir wurde heiß und kalt, und ich wusste nicht so recht, was...
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